Das 1913 gegründete Museum Prien, direkt am Marktplatz gelegen, bietet spannende Einblicke in die Geschichte des westlichen Chiemgaus. Untergebracht im ehemaligen Handwerkerhaus Beim Mayerpaul beherbergt es eine bedeutende Sammlung zur Geschichte, Kunstgeschichte und Volkskunde der Region.
Die angeschlossene Historische Galerie der Chiemseemaler mit Werken von Maximilian Haushofer, Karl Raupp, Josef Wopfner, Hiasl Maier-Erding und Rudolf Sieck zeigen das Entstehen der Künstlerlandschaft Chiemsee auf, die in der Reihe der europäischen Künstlerkolonien seit der Mitte des 19. Jahrhunderts einen bedeutenden Platz einnimmt. Bestandteil dieser Geschichte ist auch die Kunst des 20. Jahrhunderts, insbesondere die Arbeiten der Bildhauerin Marianne Lüdicke.
Es wurde 1913 gegründet und ist seit den 40er Jahren in einem Handwerkerhaus untergebracht, das die Annalen schon im 14. Jahrhundert erwähnen. Es präsentiert für den Chiemgau typische Zimmer. Andere Ausstellungsräume zeigen Spezielles wie die Fischerei, den Priener Hut und Chiemgauer Trachten. Es bietet Handwerkskunst, ein Biedermeierzimmer und religiöse Volkskunst. Neben Sonderausstellungen finden hier auch Brauchtumsveranstaltungen statt.



27. März bis 03. Mai 2026
Aquarelle von Maximilian Schmetterer (*1941)
Maximilian Schmetterer, ein gebürtiger Priener, war bis 2006 als Optiker tätig und zählt zu den Poeten der Chiemgauer Künstler. Der Rosenheimer Maler und Bildhauer Rolf Märkl führte ihn früh in das bildnerische Gestalten ein, ehe er sich ab 1995 intensiv mit der Aquarell-Malerei auseinandersetzte und bei bedeutenden Aquarellisten Unterricht nahm.
Heute ist er selbst als Dozent an verschiedenen freien Kunstakademien tätig und gehört mit seinem eigenen, feinen Malstil zum Kernbestand der Künstlerlandschaft Chiemsee. „Mit einem neuen Blick auf Wohlbekanntes offenbart er hinter dem Schein des Hässlichen das Sein des Schönen“, wie es die Kulturvermittlerin Renate Mayer umschrieb. Die Ausstellung würdigt das Werk des Künstlers zu seinem 85. Geburtstag.

Maximilian Schmetterer (1941), Aufbruch – Bootssteg am Chiemsee, Aquarell 2021, Kunstsammlung Markt Prien.
22. Mai bis 05. Juli 2026
Bilder von Hermine Tomanek (1923 – 1995)
Skulpturen von Marianne Lüdicke (1919 – 2012)
Hermine Tomanek und Marianne Lüdicke zählen, jeweils auf ihre eigene Weise, zu den großen weiblichen Talenten der Künstlerlandschaft Chiemsee. Von beiden Künstlerinnen besitzt die Marktgemeinde Prien die Nachlässe.
Erstmals nach langer Zeit wird nun ein Querschnitt durch das Werk der introvertierten und bescheidenen Graphikerin und Malerin mit den Skulpturen der deutschlandweit bekannten Bildhauerin, die beide zu Lebzeiten befreundet waren, zusammengeführt.

Hermine Tomanek (1923 – 1995), Akrobatt in Prien, Öl auf Papier 1961, Kunstsammlung Markt Prien.

Marianne Lüdicke (1919 – 2012), Magd mit Schafen, Zementguss 1955, Kunstsammlung Mart Prien.
24. Juli bis 25. Oktober 2026
(1877 – 1957)
Unbekannte frühe Arbeiten
Am 18. April 2027 jährt sich der Geburtstag des großen südostbayerischen Malers und Graphikers Rudolf Sieck zum 150. Mal, sein Todestag, am 5. Juli 1957, zum 70. Mal. Das Museum Prien zeigt zu diesem Anlass bereits in diesem Jahr aus dem Nachlass des Künstlers frühe Arbeiten der Jahre 1900 bis 1920, die zum Teil noch nie öffentlich zu sehen waren und die Blütezeit seiner Kunst illustrieren.
Gezeigt werden Studien und Arbeiten aus seiner Rosenheimer und Samerberger Zeit, sowie Tafelbilder, die ab 1913 in seiner Villa in Pinswang bei Prien entstanden.

Rudolf Sieck (1877 – 1957), im Februar, Öl auf Holz 1919, Kunstsammlung Markt Prien.
27. November 2026 bis 10. Januar 2027
Druckgraphik von Rudolf Sieck (1877 – 1957)
Die Bekanntheit des Graphikers Rudolf Sieck ist im Wesentlichen seinen Entwürfen für die Münchner Porzellanmanufaktur Nymphenburg, für seine Illustrationen in den Zeitschriften Jugend und Simplicissimus, aber vor allem auch mit den von ihm entworfenen Farbradierungen des Münchner Kunstverlags Hanfstaengl verbunden. Für die aufwändig gearbeiteten und in kleiner Auflage erschienen Blätter schuf Sieck die Entwürfe die dann in der graphischen Werkstatt des Verlags umgesetzt wurden.
Die Kunstsammlung der Marktgemeinde Prien besitzt wohl alle diese Blätter und zeigt sie nach 1998 erstmals wieder vollständig.
Geöffnet an den Adventswochenenden:
Fr/ Sa/ So 13 bis 18 Uhr,
26.12.26 – 10.01.27 täglich (auch montags) 13 bis 17 Uhr,
24.12./ 25.12./ 31.12. geschlossen
01.01.27/ 06.01.27 geöffnet

Rudolf Sieck, Frauenchiemsee Farbradierung um 1910, Kunstsammlung Markt Prien.
Copyright alle Bilder Kunstsammlung Markt Prien.
Konzeption und Gestaltung:
Karl J. Aß, Kulturbeauftragter Markt Prien, Kreisheimatpfleger Landkreis Rosenheim.
Januar bis März 2026
alle 14 Tage am Sonntag von 13 bis 17 Uhr
25.01/08.02./22.02./08.03./22.03.2026
Ab 27.03. bis 25.10.2026 ist das Museum regulär geöffnet von 13 bis 17 Uhr, außer Montag.
Sowie an allen Feiertagen (außer Karfreitag, Ostersonntag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester).
November geschlossen.
1. Advent bis 06.01.27 gesonderte Öffnungszeiten.
Flyer Heimatmuseum hier zum Download
Tel. +49 8051 92710 (Kasse), Tel. +49 8051 60612, Fax +49 8051 60669
E-mail: kunstsammlung@prien.de
Museum Prien
Valdagno-Platz 2 (am Marktplatz)
83209 Prien am Chiemsee
Tel. +49 8051 92710
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