Information
„Musik und Poesie aus Spanien“, so lautet der Titel unseres heutigen Programms, mit Cantigas – Musik der Spanischen Renaissance - Liedern von Federico García Lorca und andere
Der spanische König Alfonso X, auch „Alfonso El Sabio-der Weise“ genannt, machte seinen Hof im Toledo des 13. Jahrhunderts zu einem Treffpunkt für Christen, Juden und Arabern und damit zu einem einzigartigen Beispiel für das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Völker und Glaubensrichtungen. Er selbst verfasste mehrere Lieder in der Sammlung „Cantigas De Santa Maria“, eine der größten Liedersammlungen des Mittelalters mit Marienliedern.
Dem katholischen Hofe von Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon gehörten namhafte Komponisten wie z.B. Juan del Encina an. Das Liedschaffen spanischer Komponisten der Renaissance ist in etlichen „Cancioneros“ (Liederbüchern) festgehalten. Die bedeutendste Handschrift ist der
„Cancionero Musical de Palacio“, der in der Bibliothek des Königspalastes in Madrid erhalten geblieben ist. Dieser Cancionero entstand zwischen 1505 und 1520 und bildet mit über 400 überwiegend weltlichen Liedern eine unerschöpfliche Quelle. Wer die Handschrift zusammengestellt hat und wie sie in die Bibliothek des Palastes gelangte, ist nicht bekannt, sie werden aber unmittelbar der Kapelle der beiden Könige zugeordnet.
Lorca, überwiegend als spanischer Schriftsteller und Theaterregisseur bekannt, war aber auch Komponist und Pianist. Durch Manuel de Falla, den er während seines Studiums in Granada kennenlernte, wurde er zu seiner Dichtung „Poema del Cante Jondo“ inspiriert, worin er den Flamenco und die Kultur der Zigeuner beschreibt. Daraus entstand dann ein 12-teiliger Zyklus von Liedern des 15,- 16. und 18. Jahrhunderts.
Wir als Duo für Gesang und Gitarre/Laute, präsentieren Ihnen heute Abend eine Auswahl von Liedern aus Spanien, untermalt mit Gedichten und Texten.